2016 EUROPÄISCHES PROJEKT

«1945 Europe année Zéro :

„Musik und europäisches Bewusstsein“

Die Eröffnung der Archive der Akademie der Künste und der Stasi ermöglichte den Aufbau einer Dokumentarausstellung über Musik in den Ostblockstaaten, die in den Partnerländern des Projekts verbreitet sein wird, und die Abhaltung eines Kolloquiums in Berlin über diesen Thema, das Musikologen, Politologen, Philosophen und internationalen Experten versammelt.

Das Ziel des „Forum Voix Etouffées“ ist, Konzerte und Konferenzen zu veranstalten.  Diese grenzüberschreitende Ereignisse, die an den verfolgten Komponisten gewidmet sind, werden von den großen Musikinstitutionen in jeden Land, sowie durch eine spezifische Partnerschaft mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF), ausgestrahlt sein.

Jüngere Generationen sind ebenfalls an diesem Projekt beteiligt, dank der Einbindung von Partnern, die in der Ausbildung von jungen Musikern tätig sind (Bayreuth, Vendome, Klagenfurt). Das Schulpublikum wird auch durch pädagogische Aktivitäten sensibilisiert sein.

 

Über die „erstickte Stimmen“, diese von den Diktaturopfern, denken ist untrennbar mit einer politischen und gesellschaftlichen Reflexion im Mittelpunkt unserer Sorgen verbunden. Im Rahmen dieses Projekts ist Musik mit der Geschichte verabredet und in einer Zeit, wo alles verschleudert ist, erinnert es nur daran, dass die Kultur erobert, sondern auch eine ethische Forderung, die für die Gründung und Entwicklung der modernen Gesellschaft und der europäischen Idee beitragen soll, ist.

 

 

Amaury du Closel

Das 2016 Projekt „1945 Europa Jahr Null; Musik und europäisches Bewusstsein“ ist schon unterwegs! Zwei Konzerte / Konferenzen fanden am 23. und 25. April in Varna und dann in Sofia, Bulgarien, mit dem Orchester Camerata Orphica und dem Geiger Razvan Hamza statt. Die auf Bulgarisch übersetzte Ausstellung „das Orchester von Block 12“ wurde auch vorgetstellt.

 

Zwei übergetragenen Konzerte fanden auch am 18. Februar und 28. April im Wiener RadioKulturHaus statt; ein Kino-Konzert („Der Schatz“ von Pabst, Musik von Max Deutsch) und ein Konzert über die Politisierung der Musik unten den Totalitarismen (Werke von Weinberg, Schulhoff und Hartmann).

Nächstes Konzert: am 28. Mai in Budapest Music Center (Ungarn) im Rahmen den “Jewish Art Days” mit Camerata Orphica.

 

Das Projekt „1945 Europa Jahr Null; Musik und europäisches Bewusstsein“, das von dem „Forum Voix Etouffées“ (Erstickte Stimmen Forum - Frankreich) getragen wurde, erforscht die Grundlagen der europäischen Konstruktion als Doppel Reaktion auf Totalitarismus der Zeit durch die Musik des Jahrhunderts; der Wiederaufbau von einem durch die Nazi-Hegemonie zerstörten Kontinent und die Notwendigkeit von einem Bollwerk gegen die sowjetische Bedrohung. Heutzutage erleidet die europäische Musik immer noch die Folgen der ergriffenen Maßnahmen von den autoritären Regimen des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Studium dieser Musik erlaubt, das Verständnis zu vertiefen und, konsequenterweise, das Europa des XXI Jahrhunderts angesichts der Rückkehr der autoritären Ideologien zu denken.

 

Das itinerante Projetkt von Kulturpolitik wird Konzerte, Rundtischen und Kolloquium über diesen Thema vorstellen. Die Ereignisse finden in den Mitgliedstaaten, die Vertreter von einer autoritären Vergangenheit sind, oder Staaten, die Beziehungen mit den totalitären Regimen des zwanzigsten Jahrhunderts hatten, statt. Elf Partner, die acht EU-Länder vertreten, sind in diesem Projekt durch Veranstaltungen, die die Werke von den von dem Nazismus und dem Stalinismus verfolgten europäischen Komponisten betonen, engagiert. Jenseits der Übertragung eines historischen Bewußtseins von den totalitären Regimen, stützt sich das Projekt auf einen „begründeten und positiven“ Gedenkansatz, durch die Allianz von Gedenkstätten, philosophischen Reflexion und Musik.

 

FORUM VOIX ETOUFFÉES-CEMUT, 48 route du Polygone, F-67100 Straßburg