AUSSTELLUNG

„Das Orchester von Block 12: Musik in nationalsozialistischen Konzentrazionslagern“.

FORUM VOIX ETOUFFÉES-CEMUT, 48 route du Polygone, F-67100 Straßburg

Um diese „erstickte Stimmen“ berühmt zu machen, veranstaltet das FVE eine Ausstellung „das Orchester von Block 12: Musik in nationalsozialistischen Konzentrazionslagern“. Diese in 6 Sprachen verfügare Ausstellung stellt die Rolle der Musik im nationalsozialistischen Konzentrazionslagersystem von 1933 Hitlers Machtergreifung bis zum Fall des Dritten Reichs.

 

Dank einer gründlichen Forschungsarbeit trägt die Ausstellung „das Orchester von Block 12“ Fotoaufnahmen von deutschen, österreichischen, niederländischen und osteuropäischen Konzentrazionslagern zusammen. Diese Dokumente, die durch ihre Seltenheit und ihre Qualität sehr interessant sind, wurden uns von verschiederen Museen und Gedenkstätten in Europa, in den Vereinigten Staaten und in Israel zur Verfügung gestellt. In der Austellung finden sich seltene Fotoaufnhamen von Konzerten innerhalb der KZs, Noten- und Textblätter, Konzertplakate, sowie zahlreiche Zeichnungen von mitinhaftierten Künstlern wie Otto Ungar oder Franz Peter Kien, für die die „Lagerkapellen“ oft interessante Motive waren. Das Gesamtmaterial führt uns nah an das Schicksal einiger mutiger und passionierter Menschen heran.

 

In form von 15 Plakatwänden werden die vorgeschlagenen Werke mit kurzen Texten erklärt. Das Ziel der Ausstellung ist nicht, alle Aspekte des Musiklebens in den KZs zu erläutern, als es differenziert und der Nazi Willkür untergeworfen wurde.

 

Mehrere Hörstationen und Videos werden auch Ihnen zur Verfügung stehen. Die Bilder drücken die Bedrängnis und Entbehrung, aber auch die Hoffnung und das Lebenswillen aus. Wir erfahren von einer Schicksalsgemeinschaft von Inhaftierten, für die das Komponieren und Musizieren ein Mindestmaß an Selbstbestimmung bedeutete und die unter den grausamsten, widrigsten Umständen Schönes und Bleibendes schufen. An Orten, an denen der Tod allgegenwärtig war, erweckten sie etwas zum Leben. Entgegen Erniedrigung und Entmenschlichung spendete die künstlerische Arbeit Trost, schuf Gemeinschaft und war in Ungewissheit des eigenen Überlebens auch eine Form des Widerstands.

 

Diese Ausstellung informiert in einem thematischen Parcours und durch eine an das Schulpublikum besonders angepasste Mediation über das unkannte Leben dieser Komponisten.